Unsere SoLawi wurde 2021 neu gegründet und wir bauen seit 2022 Bioland Gemüse an. Wie bei jeder SoLaWi zahlen die Prosumenten (eine Mischung aus Produzent und Konsument) einen monatlichen Beitrag, der sich aus einem Grundbeitrag und den entsprechenden Anteilen zusammensetzt. Die Ernteteiler:innen legen sich für ein Jahr auf diesen monatlichen Betrag fest, der jedes Jahr neu kalkuliert wird. Seit 2026 starten Zahlungen und Ernteausgabe im Gleichschritt. Die Saison geht von 01. Juni bis 31. Mai des Folgejahres.

Unsere Solawi ist auf 50 ganze Ernteanteile ausgelegt. Die Anbaukosten für ein Jahr betragen somit pro Ernteanteil 110 Euro im Monat, für einen kleinen Anteil 60 Euro.  Unsere Kalkulation legen wir gerne vor unseren Interessenten und Ernteteilern offen. Ein Ernteanteil ist für zwei Erwachsene / eine kleine Familie gedacht, da jeder anders ist und ein anderes Koch- und Essverhalten hat, haben wir alle möglichen Konstellationen, von einem ganzen Ernteanteil für einen Single bis einem kleinen Anteil für eine Familie.

Abholstationen in Ostrach-Wangen + Bad Saulgau + Mengen + Königseggwald + Ochsenbach

Die Ernte wird vom Acker direkt zum 800m entfernten Hof gebracht, wo sie aufgeteilt und gelagert wird. Die Abholung erfolgt einmal wöchentlich, wobei jeder Haushalt entsprechend einer Verteilerliste seinen Anteil selbst abwiegt und einpackt. Das Gemüse wird direkt weiter gegeben und nur das Lagergemüse in den Kühlraum oder Keller gepackt und wöchentlich ausgegeben. Feste Abholstationen gibt es in Bad Saulgau, Mengen, Königseggwald und Ochsenbach, hier bringen wir die örtliche Anteile hin und jede:r Ernteteiler:in kann es dort abholen, genau nach dem gleichen Prinzip wie bei uns auf dem Hof: jeder wiegt und packt selbst und bringt seine Behältnisse mit.


Unsere Ernteausgaben 1 - 20 der Saison 2023/24:

Fotos von Kerstin Hintzenstern - vielen Dank!

Mitarbeit und Gemeinschaft

Carmen & Georg haben den Überblick und den Gemüseanbau in der Hand. Es gibt Mitmachtage, bei denen man gemeinsam Unkraut jäten, Jungpflanzen in die Erde oder bei der Ernte mithelfen kann. Wir haben schon viel zusammen geschafft, wie zum Beispiel das erste Mammut-Projekt: unser Gewächshaus steht dank unserer Gemeinschaft! Außerdem haben wir einem Containergestell neues Leben eingehaucht und diesen zu unserer Ackerstation gemacht.

Es gibt immer wieder weitere verschiedene Projekte und Aktionen, bei denen sich jeder individuell einbringen kann.

Nach der Arbeit steht natürlich das Vergnügen - bei Gemeinschaftsaktionen wird gemeinsam gegessen was es auf dem Acker gibt und wir lassen gesellig den Tag ausklingen.


Gemeinschaftsaktion Bau Ackerstation Frühjahr 2022

Die Ackerstation steht und ist an ihrem Einsatzort!!

Wir treffen uns gerade wöchentlich und arbeiten am Container. Unsere Ackerstation entsteht aus einem alten, gebraucht gekauften Containergestell aus dem nahen Umkreis, ohne lange Transportwege. Wir verkleiden die Wände mit Holz aus dem eigenen Wald, das dem Käfer zum Opfer gefallen ist und aus dem Wald musste. Dank unseres Mini-Sägewerks können wir die Holzstämme direkt bei uns auf dem Hof zu Brettern sägen.

Alte Fenster, die sowieso nur unnütz rumstanden, kommen zum Einsatz und werden Tageslicht in unsere Ackerstation bringen. Wir setzen den Container auf ein Fahrgestell um ihn mobil zu machen. Seid gespannt, was aus dem alten Containergestell wird, hier gibt es laufend aktuelle Fotos zu sehen.

Nachhaltigkeit - Lebensmittel erzeugen und Lebensräume schaffen

Nachhaltigkeit ist selbstverständlich ein großer Faktor dieser Art Landwirtschaft zu betrieben. Wir bauen nach den Bioland Richtlinien an. Wir verwenden ausschließlich Mist und pflanzliche Düngemittel. Der Mist kommt von unseren zukünftigen Ackerpferden Gretel & Heino, Reitpferd und Rentnerpony Cody und Florida, sowie unseren beiden Lebensrindern, Dalli und Ochsi. Pflanzlicher Dünger wird meist zugekauft, wie z.B. Vinasse, ein Folgeerzeugnis, das nach dem Fermentieren von Melasse entsteht. Durch den Anbau von verschiedenen Gemüsesorten wird nicht nur die Diversität auf dem Acker, sondern auch auf dem Teller gefördert. Das ganze Gemüse, ob gerade oder krumm, wird verteilt, sodass es keine Ausschussware gibt.

Um den gesamten Acker besteht ein Dauer-Blühstreifen, um den vielen nützlichen Insekten Lebensraum und Nahrung zu bieten. Zusätzlich werden wir auf dem ganzen Gelände einige Habitate für Eidechse & Co schaffen.

Wir stehen für Biodiversität auf dem Acker, nicht nur im Freiland, sondern auch im geschützten Anbau. In unserem Gewächshaus bringen wir Nützlinge ein und schaffen so eine natürliche Schädlingsreduktion durch die passenden Gegenspieler, die bei konkretem Befall verstärkt werden.

Unser Acker